Warum Frisst Mein Hund Nicht: Ursachen & Lösungen

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Egal, ob man nun einen neuen Hund hat oder den Hund schon seit Jahren besitzt, sobald er sein Futter ablehnt, beginnt man, sich sorgen zu machen. Es gibt eine Reihe von Gründen, warum ein Hund sein Futter nicht anrühren möchte. Da wird es im ersten Moment schwer, zu wissen, warum er es nicht will. Darum ist es aber auch zuerst einmal wichtig, zu wissen, was dahintersteckt, bevor man versuchen kann, eine Lösung zu finden.


Aus diesen Gründen frisst er nicht

Wie bei uns Menschen, so gibt es auch bei Hunden nicht einfach nur den einen Grund, warum sie ihre Nahrung ablehnen. Darum haben wir hier die üblichen Ursachen für Sie zusammengefasst. Beobachten Sie Ihren Hund, bedenken Sie alle Umstände der Situation und Sie können den Auslöser bald herausfinden.

Krankheit

Leider ist ein fehlender Appetit oft genug ein Hinweis darauf, dass Ihr Hund krank ist. Das ist besonders dann zu vermuten, wenn er noch andere Symptome einer Krankheit zur gleichen Zeit zeigt. Auch wenn nicht immer eine Krankheit dahintersteckt, sollte man zuerst mit dieser Vermutung beginnen, denn hier wird es für den Hund gefährlich. Im Zweifelsfall ist es besser, den Tierarzt umsonst aufzusuchen, als den nötigen Besuch zu lange hinauszuzögern.

Infektionen, Schmerzen, Probleme mit der Leber oder ein Versagen der Nieren sind nur einige der Krankheiten, die Appetitlosigkeit auslösen. Dazu kommen noch Krebs und Entzündungen innerer Organe. Es muss jedoch nicht immer gleich der schlimmste Fall sein. Daher sollten sie auch noch die anderen möglichen Ursachen, die hier aufgezählt werden, in Erwägung ziehen.

Zahnschmerzen

Manchmal stecken gar nicht so tief liegende Probleme hinter der plötzlichen Appetitlosigkeit. Sie können sich stattdessen direkt auf die Zähne beziehen. Wenn einer davon abgebrochen oder lose ist oder wenn eine Erkrankung des Zahnfleisches vorliegt, wird Ihr Vierbeiner auch nicht sein Futter anrühren wollen. Es zu kauen, bringt ihm Schmerzen und genau die möchte er vermeiden.

Impfungen

Impfungen sind an sich eine gute Sache. Damit können schwere und oft genug unheilbare Infektionen von Anfang an verhindert werden. Eine Impfung ist aber auch immer eine Infektion des Körpers mit dem Virus in abgeschwächter Form. Das heißt, Ihr Vierbeiner wird Symptome bekommen und dazu gehört auch der Verlust des Appetits. Wenn er also kürzlich geimpft wurde, kann es ein paar Tage dauern, bis er wieder wie gewohnt beim Futter zuschlägt.

Medikamente

Bekommt Ihr Liebling Medikamente? Diese habe oft ungewollte Nebenwirkungen. Das kann von allgemeiner Appetitlosigkeit bis zu Bauchschmerzen reichen. Ebenso können sie Übelkeit auslösen. Antibiotika, Schmerzmittel und eine ausgewachsene Chemotherapie haben alle gemein, dass sie bekanntermaßen das Fressverhalten beeinflussen. In einem solchen Fall gilt es, abzuwarten. Wenn Ihre Fellnase das Futter jedoch zu lange ablehnt, muss der Tierarzt konsultiert werden. Eventuell sind dann andere Medikamente zu verwenden.

Reisen oder ungewohnte Umgebungen

Mitunter kann eine Reise oder eine ungewohnte Umgebung den Appetit Ihres Vierbeiners hemmen. Wenn er vorher wie gewohnt futterte, aber nach einem Trip im Auto oder an einem neuen Ort nichts anrührt, dann ist das der Grund. Die Fahrt in einem Auto kann schnell Übelkeit auslösen und eine neue Umgebung macht ihn womöglich nervös. Hier braucht man nur ein wenig Geduld. Sobald die Übelkeit verschwunden ist oder er sich eingewöhnt hat, geht es dem Futter an den Kragen.

Er bevorzugt ein anderes Futter

Manchmal kann es sein, dass Ihr Hund einfach ein anderes Futter bevorzugt. Das kann immer in einem von drei Fällen geschehen. Der erste und einfachste ist, dass Sie das Futter gewechselt haben. Es wird allgemein empfohlen, immer bei der gleichen Sorte zu bleiben. Bei einem Wechsel kann es Ihrem Vierbeiner schwerfallen, sich an das neue Futter zu gewöhnen.

Alternativ kann es geschehen, dass der Hersteller die Formel für das Futter geändert hat. Sie mögen das vielleicht nicht sehen und der Hersteller gibt es nicht auf der Verpackung an, doch Ihr Vierbeiner merkt das sofort. In einem solchen Fall, wenn Ihre Fellnase das Futter wirklich nicht anrühren möchte, bleibt nur der Wechsel zu einer anderen Marke.

Der dritte Fall ist, dass das Futter einfach über die Zeit hinweg schlecht geworden ist. Wenn man einen kleinen Hund hat und eine Zentnerpackung Futter bestellt, kann das leicht geschehen. Dann ist alles am Anfang lecker schmecker. Wenn man sich jedoch der zweiten Hälfte der Packung zuwendet, ist diese inzwischen weder lecker noch schmecker. Hier muss man dann eben eine neue Packung, frisch und lecker, nachkaufen. Dieses Mal aber in einem kleineren Format.

Generell wählerisch oder andere Probleme

Manche Hunde sind einfach insgesamt wählerisch. Das heißt, sie können sich nicht so einfach an diese oder jene Futtersorte oder -art gewöhnen. Da fällt es schwer, etwas zu finden, das Wuffi schmeckt.

Mitunter ist der Hund aber nicht wählerisch, sondern die Umstände gefallen ihm nicht. Wenn sich ein aggressiver Hund in der Nähe befindet oder die Hundeschüssel zu hoch oder niedrig ist, mag er das Futter einfach nicht anrühren. Hier muss man ein wenig beobachten und die möglichen Umstände ausschließen. Verbannen Sie andere Hunde aus der Umgebung oder stellen Sie das Futter an anderen Orten mit einer anderen Höhe auf. Dann können Sie feststellen, wie gern oder ungern er sein Fresschen anrührt.


So bringen Sie Ihren Hund zum Fressen

Wie Sie nun Ihren Vierbeiner genau zum Futtern bringen, das hängt natürlich nicht unwesentlich davon ab, warum er nicht von allein frisst. Besonders dann, wenn eine Krankheit dahintersteckt, kann der behandelnde Tierarzt helfen. Generell können Sie jedoch das folgende versuchen:

  • Geben Sie Ihrem Vierbeiner weniger Leckerlis
  • Füttern Sie ihn regelmäßig zweimal pro Tag
  • Machen Sie aus der Fütterung ein Spiel, zum Beispiel durch Spielzeug, das Futter ausschüttet
  • Gehen Sie mit Ihrem Hund spazieren, bevor Sie ihn füttern
  • Verändern Sie die Umstände: füttern Sie ihn allein und verändern Sie die Position und Höhe der Futterschüssel
  • Versuchen Sie verschiedene Futtersorten, inklusive Trocken– und Nassfutter
  • Fügen Sie ein wenig warmes Wasser zum Futter dazu. Das macht es für ihn appetitlicher.

Fazit

Wenn Ihr Vierbeiner sein Futter ablehnt, kann eine Krankheit dahinterstecken, doch es muss nicht unbedingt so schlimm sein. Beobachten Sie ihn erst einmal und finden Sie die Ursache heraus. Dann können Sie das Richtige unternehmen, um ihn wieder zum Fressen zu bringen.